Selbst im Stress?

In einem Seminar hatten wir mal einen Mann sitzen, dessen Handy-Wecker mittendrin klingelte. Er schaute hoch, switchte die App aus und sagte zu uns:

Atmen hilft

„Ich soll jetzt atmen!“ Er holte tief Luft – und wir machten alles mal mit. Natürlich hatten wir die gesamte Zeit schon geatmet. Sonst wären wir ja gar nicht mehr hier. Aber was hat der Mann anders gemacht?

Entspannt atmen hilft – es gibt eine Erholungspause

Wer im Stress ist, atmet schnell und flach. Jetzt geht es um eine tiefe Atmung, die Sie bewusst steuern und herbeiführen können. Wenn Sie Lust haben, machen Sie einfach mal mit – es ist ein kleiner Break im Alltag.

Stehen Sie auf, gehen Sie zum Fenster, öffnen Sie es und schauen Sie einfach mal raus. Wenn das im Büro nicht geht, weil Sie nicht allein sind, bleiben Sie sitzen: Nehmen Sie eine entspannte Haltung ein, Beine langstrecken und aufrecht hinsetzen.

Dann lassen Sie Ihren Atem mal langsam absichtslos ein und ausströmen. Atmen Sie durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Sie können dabei innerlich zu sich sagen: „Einatmend atme ich ein und ausatmend atme ich aus.“ Dann sind Sie ein bisschen beschäftigt. Das machen Sie dreimal – und spüren Sie, wie Sie automatisch ruhiger werden.

Wer mag, kann dabei in seinen Körper hinein spüren. In den Bauch – beim Einatmen geht die Bauchdecke hoch, beim Ausatmen sinkt sie wieder herab – in die Beine, die Füße und hinauf in die Brust, die Arme und den Kopf.

Genießen Sie den Moment für sich. Trinken Sie anschließend einen Schluck Wasser oder Tee. Sie werden sich wieder frischer fühlen: Auf zu neuen Taten. Wiederholen Sie die Übung alle 90 Minuten. Viel Spaß!