Privatinsolvenz: Das Beste aus Forderungen herausholen

„Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche fassen“, heißt es in einem Sprichwort. Wie sieht das bei der Privatinsolvenz eines Schuldners aus? Wann lohnt es sich, die offene Forderung anzumelden?

Schauen Sie, was wir von DIAGONAL für Sie tun können – Ines Thoms gibt auch hierzu Antworten!

Ines Thoms

Ines, heute sind immer mehr Menschen überschuldet. Sie melden Privatinsolvenz an. Was kann DIAGONAL tun, wenn es auch Schuldner von Mandanten erwischt?

Wenn es sich von der Höhe der Forderung lohnt, begleiten wir den konkreten Fall im Auftrag unseres Mandanten. Wir versuchen dabei, das Beste herauszuholen.

Was ist die Grenze, ab wann es sich lohnt, eine Forderung anzumelden?

Die Hauptforderung sollte vierstellig sein. Dann empfehlen wir, aktiv zu werden. Dabei übernehmen wir den kompletten operativen Workflow.

Ines, was genau tut ihr, um eure Mandanten bei drohender Insolvenz ihrer Schuldner zu unterstützen?

Meist erfahren wir von der Schuldnerberatung, dass ein Kunde unseres Mandanten zahlungsunfähig ist. Der Schuldner ist zunächst verpflichtet, einen sogenannten außergerichtlichen Einigungsversuch mit all seinen Gläubigern zu unternehmen. Danach kann der Antrag auf Privatinsolvenz gestellt werden. Wir sprechen hier vom außergerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahren.

Darüber hinaus prüfen wir, wann die Forderung tatsächlich entstanden ist. Vorsicht! Forderungen, die nach der Eröffnung des Privatinsolvenzverfahrens entstanden sind, führen dazu, dass die Restschuld versagt werden kann. 

Das checken wir. Wir sprechen an der Stelle von einer Neuverschuldung.

Ines, wenn das außergerichtliche Einigen nicht funktioniert, wie macht ihr weiter?

Wir als Finanz-Profis bleiben dran. Wir prüfen, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Wenn das der Fall ist, nehmen wir die Anmeldung der Forderung zur Insolvenztabelle vor.

Wir bleiben für unseren Mandanten dran, auch wenn es klemmt. Der Schuldner muss während des Insolvenzverfahrens Regeln einhalten; das überwachen wir.

Darüber hinaus empfehlen wir nur in den wenigsten Fällen eine Anmeldung nach Ablauf des Anmeldetermins. Was Sie hierzu wissen sollten: Eine nachträgliche Anmeldung zur Insolvenztabelle kostet ca. 20 EUR.

Wenn es später zu einer Ausschüttung kommt, haben wir die Chance, die Forderung zu realisieren. Das ist das Beste, was passieren kann – hierzu muss man strukturiert und verlässlich arbeiten. Das sind Fähigkeiten, die wir exzellent beherrschen. Der Austausch mit dem Insolvenzverwalter lohnt sich insbesondere im hohen Forderungssegment.

Am Ende einer jeden Privatinsolvenz geht es um die Restschuldbefreiung. Hier verstehen wir es, dranzubleiben und zu prüfen, ob diese gegebenenfalls versagt werden sollte und wir weiterhin an der Forderung festhalten.

Falls Sie weitere Fragen haben, die ich Ihnen noch nicht beantwortet habe, nehmen Sie gerne Kontakt mit Ihrer Kundenbetreuung auf. Wir sind für Sie da!