Neue Gesetze! Das ändert sich 2020!

Zum Jahreswechsel treten wieder wichtige Gesetzesänderungen und neue Gesetze in Kraft. Was ändert sich alles für 2020? Wir fassen zusammen, wo Sie künftig entlastet oder belastet werden.

Höherer Mindestlohn und mehr Geld für Bedürftige

Der gesetzliche Mindestlohn wurde am 1. Januar 2019 von 8,84 Euro um 42 Cent auf 9,19 Euro brutto pro Stunde angehoben. In 2020 gibt es zusätzlich einen Nachschlag von 16 Cent. Arbeitgeber müssen dann mindestens 9,35 Euro brutto pro Stunde bezahlen.

Empfänger von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II erhalten 1,88 Prozent mehr Geld. Für alleinstehende Erwachsene steigt der Betrag um acht Euro auf 432 Euro im Monat. Der Kindergeldzuschlag für einkommensschwache Familien beträgt ab dem ersten Januar 185 Euro. Der Kinderfreibetrag wird zudem um 192 Euro auf 5.172 Euro je Kind erhöht.

Steuervergünstigungen für Berufstätige


Berufstätige, die auf Dienstreise sind, können höhere Verpflegungskosten steuerlich geltend machen. Bei mehr als acht Abwesenheiten soll die Pauschale von 12 auf 14 Euro steigen, bei 24 Stunden auf 28 Euro.

Anhebung der Pendlerpauschale und Mobilitätsprämie

Zur Entlastung der Pendler soll die Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer um fünf auf 35 Cent angehoben werden. Die Anhebung der steuerlichen Entfernungspauschale und die Gewährung einer Mobilitätsprämie sind befristet für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2026.

Um die Attraktivität der Bahn zu verbessern, soll der Umsatzsteuersatz für Fahrkarten im Fernverkehr ab 2020 von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden. Diese Regelung gilt unbefristet.

Fliegen wird teurer

Für mehr Klimaschutz erhöht die Bundesregierung die Steuer auf Flugtickets – je nach Strecke um rund sechs bis 17 Euro pro Ticket.

Kassenbelege für alle

Brauche ich nicht, gibt’s nicht. Denn ab Januar sind alle Nutzer von elektronischen Kassensystemen verpflichtet, jedem Kunden einen Kassenbon auszuhändigen. Es reicht nicht mehr nur die Frage, ob ein Beleg gewünscht ist oder nicht!

Steuervorteile für E-Autos bis 2030

Vorfahrt für E- oder Hybrid-Dienstwagen. Wer die Autos auch für private Fahrten nutzte, musste seit dem 1. Januar 2019 monatlich nicht mehr einen Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern, sondern nur noch die Hälfte. Dieser Anreiz für Unternehmer sollte am 31. Dezember 2021 auslaufen. Die Frist wird verlängert. Die Halbierung der Bemessungsgrundlage bei Anschaffungen oder Leasing gilt bis zum 31. Dezember 2030.

Gravierende Änderungen für Autofahrer

Falschparkern geht e ab Januar richtig ans Geld. Die Geldbußen fürs Parken in zweiter Reihe, auf Geh- und Radwegen sowie das Halten auf sogenannten Schutzstreifen für Radfahrer steigen von 15 auf bis zu 100 Euro auf bis zu 100 Euro. Das gilt auch fürs Halten auf mit weißen Linien aufgemalten Schutzstreifen für Radfahrer. Bisher konnten Autofahrer für drei Minuten dort halten – jetzt droht ein Knöllchen.