Bezahlen per WhatsApp?

Kommt das Mobile Payment des Messenger-Giganten WhatsApp nach Deutschland?

Haben Sie schon mal etwas von WhatsApp Pay gehört? Branchen-Insider spekulieren, ob es den neuen Payment-Service bald auch in Deutschland geben wird… Wie wichtig wird das für Sie sein?

In Indien und Brasilien wird WhatsApp Pay als Methode Geld an Bekannte und Freunde zu überweisen bereits getestet. Wann kommt die Markteinführung in Europa? Erfahren Sie hier mehr – wir machen den Trend-Check!

Die Deutschen und der Datenschutz… wie passt da WhatsApp Pay?

Mit rund 2 Milliarden Nutzern weltweit besetzt WhatsApp die Spitze des internationalen Rankings der beliebtesten Messenger-Dienste: Chatten, Stories teilen, Video-Telefonie… – WhatsApp ist vielen Menschen auch hier sehr vertraut. Seit 2009 entwickelt das Unternehmen immer neue Features. Der jüngste Schritt des Messenger-Dienstes ist eine Funktion für Geldtransfer.

Mobiles Payment – Trend im Bezahlprozess?

Vielleicht haben Sie ja gerade eine Smartwatch am Handgelenk und das Handy liegt griffbereit auf dem Tisch? „Die Gesellschaft ist mobil und Mobile Payment wird daher nicht nur ein Trend sein, sondern den Paradigmenwechsel weiter vorantreiben,“ ist sich Holger Kück sicher.

Wie funktioniert WhatsApp Pay?

Mit WhatsApp Pay kann man direkt über den laufenden Chat bezahlen. Es ist ein Payment-Service zwischen Freunden und Bekannten, anders als Paypal, das weiter ist – aber es gibt auch Parallelen: „Ähnlich wie bei PayPal kann man ganz bequem Geld an seine Kontakte senden, um sich zum Beispiel den Betrag für einen Restaurantbesuch zu teilen“, weiß Holger Kück.

So funktioniert‘s: Der Nutzer wählt einen Kontakt aus und gibt den Betrag, den er senden will, frei. Dann schickt WhatsApp diese Anweisung an die Bank des Zahlenden. Das Geldinstitut leitet den Geldtransfer in die Wege – als Real-Time-Zahlungssystem aufs Konto des Empfängers. In nur wenigen Sekunden ist die Transaktion abgeschlossen. Holger Kück meint: „Es ist für den Nutzer so einfach und unkompliziert, Geld zu versenden. Er ist ohnehin schon in der App aktiv, um etwas zu schreiben und kann, ohne eine weitere App zu öffnen, auf dem schnellen Wege Geld versenden.“

Wie lief die Einführung von WhatsApp Pay in Indien und Brasilien?

WhatsApp startete seine Payment-Funktion als erstes in Indien. Dies ist mit 400 Millionen Nutzern der größte Teilmarkt des Messenger-Dienstes. Um den Payment-Service nutzen zu können, werden ein indisches Bankkonto und eine indische Debitkarte benötigt. „Auch wenn sich auf dem indischen Markt bereits Bezahl-Apps wie Google Pay oder Paytm durchgesetzt haben, ist weiteres großes Wachstumspotenzial vorhanden“ erklärt Holger Kück.

„Aktuell machen WhatsApp neue, strengere IT-Regularien zu schaffen. Die End-to-End-Verschlüsselung verletzt die Privatsphäre der Nutzer und verstößt demnach gegen die indische Verfassung“, weiß unser Payment-Experte.

Und in Brasilien? „Auch in dem südamerikanischen Land lief nicht alles rund“, erzählt er: „Die brasilianische Zentralbank plante nämlich ihrerseits ein mobiles System für Real-Time-Payment zwischen Privatpersonen. Damit hat sich WhatsApp wohl in Konkurrenz mit der brasilianischen Finanzbehörde gestellt…“, sagt Holger Kück.

Die Einführung von WhatsApp Pay im Herbst 2020 wurde per Gerichtsbeschluss gestoppt. Im März 2021 wurde sie wieder aufgenommen.

Kommt WhatsApp Pay nach Deutschland?

Holger Kück kennt die Bedürfnisse der Kunden hierzulande sehr genau: „Ob und wann WhatsApp Pay nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt. Die Deutschen lieben ihr Bargeld“, weiß unser Fachmann für Payment-Services.

Datenschutz spielt in Deutschland eine große Rolle – aber das Nutzerverhalten wandelt sich. Holger Kück wertet ständig Statistiken und Trendanalysen aus. Von daher sieht er hier schon ein großes Potenzial für Mobile Payment: „Aktuell zahlen nur 30% der Deutschen über alle Altersgruppen hinweg mit mobilen Bezahlverfahren. Befragungen zeigen, dass in zwei Jahren bereits 56% der Bürger mobil bezahlen wollen – Tendenz weiter steigend!“

WhatsApp Pay im Business? NFC-Standard als Herausforderung!

„Als direkte Konkurrenz zu PayPal und deren Funktion, Geld in Echtzeit an Freunde und Bekannte zu senden, ist WhatsApp Pay eine mögliche Alternative“, meint Holger Kück. „Wenn sich WhatsApp aber auch gegen Apple Pay oder das neue Samsung Pay im stationären mobilen Bezahlprozess aufstellen will, dann müssten sie mit dem hier gültigen NFC-Standard kompatibel sein“, gibt Holger Kück zu bedenken.

Sein Fazit: „Unsere europäischen Nachbarn sind im direkten Vergleich eher bereit mobile Bezahlmethoden anzuwenden. Ich vermute, dass WhatApp Pay darum zunächst in anderen europäischen Ländern eingeführt werden wird.“

Safety first – Ihre Bedürfnisse stehen für uns im Mittelpunkt

Wir von DIAGONAL beobachten die Entwicklung und halten Sie auf dem Laufenden. Denn als Innovationsführer mit vielfältigen Bezahlmethoden möchten wir Ihnen immer die neusten Möglichkeiten bieten – aber mit Sicherheit!